Drei Tomaten

Hab heute drei Tomaten geübt, weil ich etwas Gas geben muss. Der Mitsingabend rückt näher.

Die erste Tomate hätte ich mir sparen können. Die hat der Druck: „Ich muss jetzt aber Butter bei die Fische machen“ verschluckt. Ich konnte erst vernünftig ab der zweiten üben. Ich hab mir einfach zu viel für die erste vorgenommen und nicht schnell genug von der fünftaktigen Phrase auf zwei umgeschalten, die ich mir genauer ansehe. Also kamen die zwei Takte dann erst in der zweiten Tomate dran. Das sitzt jetzt und ist dafür done. Das einzige, was ich von der ersten Tomate mitnehme ist, dass es wohl besser ist, sich gleich beim Schopfe zu packen anstatt rum zu wurschteln, weil man eh nichts erntet, wenn man mit Druck arbeitet.

Die dritte Tomate war dann etwas später und auch noch normal erfolgreich.

Eine Erkenntnis hatte ich jedoch, denn ich hab die zweite Tomaten gegen Ende blind gespielt. Ich wollte sie auswendig lernen Dde Augen zu schließen ergab sich dabei ganz natürlich. Das war ein Gefühl von freiem Fall. Ich empfand es so, als ob ich mich nur noch auf meine musikalischen Fähigkeiten rückbesinnen könnte, ohne es jedoch kontrollieren zu können. So wie wenn ich vertrauen müsste, dass ich schon gut genug bin.

Ein Gedanke kam, dass es ja auch meine eigene Entscheidung ist, welche Säule meine Fähigkeiten stützen soll. Also, ob ich Noten brauche und meine Augen und damit den visuellen Verstand als Säule haben will, oder ob ich auf meine Finger sehe, wo ich Augen mit Motorik kombiniere oder ob ich meine Haptik und meinem Ohr den größten Raum gebe mich durch ein Stück zu tragen. Je nachdem, was ich möchte, muss ich auch anders üben.

Ich habe bisher keine Entscheidung getroffen mich nun immer nur noch auf meine Haptik zu verlassen, aber dieses Gefühl blind mit den Fingern auf den Tasten kommt dem Gefühl von der Musik getragen zu sein sehr nahe.

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  1 comment for “Drei Tomaten

  1. mark
    11. September 2014 at 14:33

    Ich bin mir gar nicht sicher woran es liegt, aber ich finde es total mühselig die Texte zu lesen.
    Vielleicht, weil sie mir so kühl entgegenwehen. Weiß nicht genau.
    Vielleicht sind mir auch zu viele Informationen miteinander verwurschtelt drin.

    Mark

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