Moves, die keine sind

Je länger ich Moves mache, desto mehr stelle ich fest, wie wenig ich sie verstanden habe. Und wenn sich mir nach Jahren kontinuierlichen Trainings mit Moves etwas Neues erschließt, was immernoch regelmäßig vorkommt, dann denke ich mir: Oh Gott, wie sollen das die anderen machen, dass sie auf dieses coole Geheimnis kommen?

Also versuche ich aufzuschreiben, was ich so entdecke, damit niemand die gleichen Irrwege gehen muss wie ich.

Neulich beobachte ich einen Anfänger bei seinem Move Training. Er hat sein Training toll designt, hat sich alle Hypothesen genau aufgeschrieben, sich grobe Messmetriken überlegt, und hat vor Beginn seines Trainings die Move-Dokumentation in seinem Bullet Journal mit wunderschönen Bildern und Skizzen vorbereitet. Während der Woche, in der er die Moves macht, beobachte ich ihn weiter und merke, wie seine Anfangsenergie immer weniger wird.

Er wiederholt die Moves und anstatt, dass es immer mehr Spaß macht und neue Ideen für neue Moves entstehen, wird die Lust am Training immer geringer.

Hm. Was funktioniert denn da nicht? Im Gespräch mit ihm finden wir heraus, dass die Ziele wohl gewählt sind, aber ihn eigentlich nichts angehen. Er sehnt sich nicht nach den Zielen. Sie sind ihm im Grunde egal. Er kann zwar begreifen, dass es sinnvoll wäre sie zu verfolgen, aber sie sind nicht verinnerlicht. Es fehlt die Entscheidung diese Ziele wirklich anzustreben und sein Leben dorthin weiterentwickeln zu wollen.

Aber da ist der wieder, der Move als Wegweiser: Wenn man nämlich jetzt clever wäre, könnte man Moves finden, um sich genau damit auseinanderzusetzen. Wie stark ist mein Trainingsversprechen meinen Move-Zielen gegenüber? Welche Ziele setzen bei mir wirklich Energie frei? Und welche Moves könnte man designen, um diesen Fragen auf den Zahn zu fühlen?

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