Was kostet ein Move?

Die einzige Energie, die ich für meine Moves benötige, ist die Kraft, die ich brauche, um mein Leben für etwas Neues zu öffnen. Man könnte es als Initialenergie bezeichnen. Eventuell ist es mit einer bestimmten Tätigkeit verbunden. Vielleicht kostet es auch ein wenig Extrazeit den Move „anzuzünden“.

Wenn der Prozess aber erst einmal in Gang ist, habe ich es noch nie erlebt, dass die investierte Mühe nicht postwendend durch das Neue, was entstanden ist, und die Freude, die damit verbunden ist, wieder ausbezahlt wurde.

Meistens mache ich mir zunächst Gedanken über Moves und entwerfe sie in meinem Kopf. Manchmal trage ich sie viele Tage mit mir herum. Moves, die mir immer wieder in den Sinn kommen, setze ich dann grösstenteils auch um. Heute schreibe ich keine Move-Karten mehr, stattdessen verändere ich irgendetwas in meinem Leben, was dem Move einen Platz gibt. Oft ist es eine physische Veränderung, die man gut sehen kann. Entweder ich schaffe Platz an der Magnetwand oder ich lege bestimmte Gegenstände an andere Orte, damit sie mich einladen einen Move zu machen, oder ich male etwas in mein Bullet Journal, wo ich den Move dann abbilde.

Man könnte es als eine Erstinstallation des Moves betrachten. Meistens setzt das bereits Energie frei. Das heißt ich bin jetzt schon bergab unterwegs.

Was also wirklich als einzige Kraft bleibt, die ich aus mir heraus aufbringen muss, um einen Move durchzuführen, ist die Kraft, die meine Entscheidung kostet, den Move von meinen Gedanken tatsächlich in mein Leben fließen zu lassen.

Wie viel Kraft das ist, ist mein Privatvergnügen. Wenn ich locker damit umgehen kann, ob ich eine Move-Idee umsetze oder nicht, ist es auch insgesamt leichter einen Move zu beginnen, weil ich keine Energie mit dem Gedanken verliere, dass ich zwar einen Move im Kopf habe, ihn aber nicht trainiere. Wenn ich gerne etwas Neues ausprobiere und neugierig bin, fällt es mir leichter neue Move-Ideen anzugehen, als wenn ich mich ohnehin schon abmühe mit dem eigenen Training und alles Neue als zusätzliche Last empfinde.

Wenn ich vorurteilsfrei bin gegenüber neuen Moves und nicht von vorne herein weiß, was mit mir passiert, wenn ich bestimmte Dinge tue, stehen mir mehr Moves zur Verfügung, weil sie nicht im Filter von „Das funktioniert bei mir nicht!“ oder „Da bin ich nicht der Typ dafür!“ hängen bleiben. Einen Move zu beginnen, von dem ich denke, dass er vielleicht nur so halb zu mir passt ist sicherlich mühsamer als einen Move zu initiieren, auf den ich gespannt bin. Ob ich auf einen Move gespannt sein kann, liegt zwar einerseits am Design des Moves, aber es liegt auch an mir, wie experimentierfreudig ich bin.

Der Move an sich kostet mich im Grunde keine zusätzliche Energie, und wenn er es doch tut, dann nur deswegen, weil ich mir noch keine andere Welt erschlossen habe, als die, die von Veränderung viel von meiner Energie abverlangt.

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  3 comments for “Was kostet ein Move?

  1. Silke
    11. Februar 2018 at 11:08

    Schöner Text 🙂

  2. Mark
    11. Februar 2018 at 16:39

    Hört sich nach einem weiten Weg an, auf diese Ebene zu gelangen so mit Moves umgehen zu können.

  3. Anne
    16. Februar 2018 at 20:33

    Eine sehr differenzierte und schöne Beschreibung über das Anfangen.
    Vor allem der letzte Satz spricht mich wahnsinnig an!

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